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Valle de Guerra auf Teneriffa


Bis heute sind viele in dem Glauben, der Ort Valle de Guerra, der zwischen Tacoronte und Bajamar liegt, trägt seinen Namen aufgrund der im 15. Jahrhundert hier stattgefundenen Kriege zwischen den Guanchen, den Ureinwohnern von Teneriffa, und Eroberern aus Spanien. Doch dem ist nicht so.

 

Doch dem ist nicht so. Der Name des kleinen Ortes im Nordosten von Teneriffa geht zurück auf die Familien La Guerra, die einst hier lebte und der das gesamte Tal gehörte. Ihnen verdankt auch das Haus Casa de Carta seinen Namen, obwohl man bei dem Klang eher an Seefahrer oder Landkarten denken mag.

 

 

 

Im Jahre 1726 wurde das alte Herrenhaus der Familie La Guerra abgekauft und zwar durch den Kapitän Carta. Doch es wurde kein ständiger Wohnsitz der neuen Besitzer, sie bewohnten das Haus nur zur Erntezeit. Heute ist es im Besitz der Regierung der Inseln und das Anthropologische Museum wurde hier untergebracht. Es befindet sich etwas abseits der Straße Calle del Vino und steht für Besuche offen.

 

Die Öffnungszeiten sind vor Ort zu erfragen. Es werden regelmäßige Führungen angeboten, deren Termine auch individuell vereinbart werden können. Die Sammlungen sind hier in vierzehn Räumen untergebracht und zeigen das Leben im Alltag der Einwohner von Teneriffa in den vergangenen Jahrhunderten.

 

Ganz in der Nähe des Museums befindet sich die Kirche Nuestra Senora del Rosario, die in jedem Jahr den Mittelpunkt der Volksfeste bildet, derer es viele in Valle de Guerra gibt. Eines findet zum Beispiel im Mai statt. Dann gibt es eine Feier zu Ehren von San Isidor Labrador und von Santa Maria de la Cabeza.

 

Der Höhepunkt ist immer der Umzug der Festwagen, die reich geschmückt durch die Straßen ziehen und von denen aus Wein, Schweinefleisch und Kartoffeln, sowie andere kanarische Spezialitäten verteilt werden.


Anfang Oktober findet ein Volksfest zu Ehren der Jungfrau von El Rosario statt. Bei diesem Fest findet jedes Mal eine Nachstellung der so genannten Schlacht von Lepanto statt, die Schlacht, bei der die Christen den türkischen Vormarsch im Mittelmeerraum aufhielten.


Im Kern von Valle de Guerra finden sich ein Spielplatz und Drachenbaum, die relativ zentral stehen. Außerdem gibt es in den Straßen um den Ortskern herum einige Restaurants und Einkaufsmöglichkeiten.

 

 


Bei Valle de Guerra gibt es ein kleines Naturphänomen. Normalerweise gibt es in der Region keine Wälder, im Ortsteil La Barranquera jedoch wächst ein kleiner Wald direkt am Meer. Dies ist für die Einheimischen ein beliebter Platz zum Abhalten kleiner Picknicks oder zum Spazierengehen. Die Jugendlichen treffen sich hier oft zum Surfen.

 

Zum Baden ist der Strand eher nicht geeignet, dafür eignet sich ein kleiner Küstenabschnitt bei La Barranquera besser. Hier findet sich feiner Sand und es gibt einen kleinen Anlegeplatz für Boote. Im Hinblick auf eine möglichere spätere Erschließung der Region zu touristischen Zwecken wurde hier auch eine kleine Uferpromenade angelegt.


Valle de Guerra gilt auch als Garten von Teneriffa, da der Ort überaus grün ist und besonders im Frühjahr, wenn alles treibt und blüht, ein wahrhaft traumhafter Ort ist. Das Tal am Meer ist dann grün von Weinreben, den reich bepflanzten Bauerngärten, den Plantagen und Terrassenfeldern. Wer sich zum Aussichtspunkt an der Straße nach Guamasa begibt, hat das gesamte Tal in all seiner Schönheit im Überblick.

 

 




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