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Masca auf Teneriffa

 


Das Bergdörfchen Masca befindet sich an der westlichen Küste von Teneriffa in einer Höhe von rund 600 bis 800 Metern inmitten von Felsschluchten im Tenogebirge. Insgesamt leben hier gerade einmal rund einhundert Menschen. Dennoch ist das Dörfchen tagsüber regelrecht überlaufen, was allerdings an den vielen Besuchern liegt. Morgens und abends herrscht hier allerdings eine idyllische Ruhe.

 

 


Masca kann entweder mit dem Auto oder mit dem Bus bereist werden. Es ist aber zu sagen, dass die den Berg hinaufführenden Serpentinen nicht jedermanns Sache sind, wer sich also auf solchen Bergstraßen unsicher fühlt, sollte lieber mit dem Bus anreisen. Hier werden auch Reisen mit ganzen Gruppen angeboten, die oft günstiger sind, als Einzelfahrten.

 

Die Stadt Masca auf Teneriffa

 

Das Dorf selbst ist gut zu Fuß zu durchqueren, alle drei Siedlungen, in die es aufgeteilt ist, sind gut erreichbar. Es sollte aber auf festes Schuhwerk geachtet werden, denn leichte Sandalen erschweren den Aufstieg auf den mitunter steilen Straßen, die durch die enorme Hanglage begründet sind. Der Mittelpunkt des Ortes wird durch die Plaza gebildet, die die Kirche umfasst.


Obwohl der Ort nur so klein ist, gibt es inzwischen elf gastronomische Betriebe, was kein Wunder ist, bei rund einer Million Besuchern pro Jahr. Damit ist der Fremdenverkehr für die Bewohner von Masca auch die wichtigste Einnahmequelle, was früher die Landwirtschaft war. Doch die Landflucht der jungen Leute bewirkte, dass große Teile der Landwirtschaft, die auf den zahlreichen terrassierten Feldern getätigt wurde, aufgegeben werden mussten.


Besonders bemerkenswert ist in Masca die Bauart der Häuser. Sie wurden zweistöckig direkt an die Hänge der Felsen gebaut. Die Zimmer im Inneren sind aber nicht miteinander verbunden, sondern besitzen jeweils einen eigenen Eingang, so dass es pro Haus immer zwei Eingänge gibt, man aber nicht von oben nach unten gehen kann, ohne das Haus zu verlassen.


Die beliebteste Aktivität der Besucher von Masca ist eine Durchwanderung der Schlucht von Masca. Sie führt durch ein richtiges Labyrinth aus Schluchten und Felsen und endet direkt am Meer. Hier befinden sich auch eine Badestelle und ein kleiner Anlegeplatz für Boote. Wer möchte, kann von hier aus eine Bootstour unternehmen und sich zum Beispiel Los Gigantes ansehen.

 

 

 

Das Boot legt dann wieder am Festland von Teneriffa an. Neben dem erneuten Aufstieg nach Masca ist die Fahrt mit dem Boot die einzige Möglichkeit, wieder in den Ort zu gelangen, denn einen anderen Weg gibt es nicht. Insgesamt dauert der Abstieg bis zum Meer rund drei Stunden, was aber nur die reine Gehzeit ist. Pausen sind nicht mit eingerechnet und man sollte schon über eine gewisse Kondition verfügen.

 

Die kleinen Kletterstrecken auf der Tour sind hingegen kaum anstrengend. Bei schlechtem Wetter sollte jedoch auf den Abstieg verzichtet werden, da der Weg dann schnell rutschig und glatt wird. Mittlerweile wird erwogen, den Abstieg in die Schlucht für Wanderer nur gegen Zahlung eines bestimmten Entgeltes freizugeben und so die Einnahmen für den Ort zu erhöhen.


Neben den gastronomischen Betrieben gibt es nur noch einige Andenkenläden in Masca, ansonsten gibt es keine weitere touristische Infrastruktur. So besteht auch keine Möglichkeit zum Einkaufen hier im Ort.

 

 




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