Der Ort Garachico auf Teneriffa
Die Kleinstadt Garachico mit heute ca. 6000 Einwohnern wurde zum Ende des 15. Jahrhunderts von italienischen Kaufleuten gegründet. Schon bald wurde daraus eine florierende Hafenstadt.
Garachico liegt an Teneriffas Nordküste auf einer halbkreisförmigen Lavazunge, die 1706 durch einen Vulkanausbruch des Vulkans Montaña de Trebejo entstanden ist.
Damals wurde der größte Teil der Stadt unter den Lavafluten, die von den Bergen herabströmten begraben.
Viele Häuser und der Hafen, der einst Teneriffas führender Inselhafen war, wurden unter der glühenden Lava zerstört. Die Bevölkerung lebte nach der Katastrophe vorwiegend von der Fischerei und ihrer Landwirtschaft. Auch heute noch gibt es viele Bananenplantagen rund um Garachico und auf der Hafenmole sieht man viele einheimische Angler stehen.
Zum Glück wurden viele der schönen Kirchengebäude und Stadtpaläste verschont und sind bis heute gut erhalten.
Was von der Zeit in Mitleidenschaft gezogen wurde, wird im gepflegten Garachico fleißig renoviert. Historische Gebäude und gemütliche Restaurants laden zum Besichtigen und Verweilen ein, denn Garachico zählt wohl zu den schönsten Ortschaften auf Teneriffa.
Durch den Ort führen schmale Gassen, die mit Kopfstein gepflastert sind. Der "Roque de Garachico" schiebt sich hier vor dem Ort aus dem Atlantik. Von oben hat man eine schöne Sicht über die Kleinstadt. Durch den Ort hindurch, der von rot eingedeckten, vorwiegend weißen Häuschen im landestypischen Stil beherrscht wird, führt die serpentinenreiche Küstenstraße von Puerto de La Cruz nach Buenavista.
Die Küstenstraße wurde erst 2003 erneuert und verstärkt, denn in der Vergangenheit hatten starke Stürme für Überflutungen des Ortes gesorgt.
Schon bei der Anfahrt hat man dank der Höhenunterschiede atemberaubende Blicke über die Stadt Garachico und die Nordküste. Auf einem Felsen vor Garachico befindet sich eine Marienstatue.
Im Ort selbst befinden sich die meisten Sehenswürdigkeiten im Zentrum in der Nähe der Plaza de Libertad.
Hier findet man die Pfarrkirche Santa Ana, ein altes, ehemaliges Franziskanerkloster und den Palacio de los Condes de la Gomera aus dem 17. Jahrhundert. Der wuchtig wirkende Palacio gehörte früher den Grafen von Gomera und Adeje.
Vor der alten Pfarrkirche befindet sich eine einladende Parkanlage mit Schattenspendenden Bäumen. Am späten Nachmittag treffen sich hier auch gerne die Einheimischen des Ortes.
Im ehemaligen Convento de San Francisco, das an der Westseite der Plaza de Libertad liegt, ist heute die Casa Cultura untergebracht. Ein Abstecher hierher ist auf jeden Fall ein kulturelles Erlebnis, denn im Erdgeschoss und im ersten Stock gibt es eine ständige Ausstellung zur Stadtgeschichte Garachicos.
Auf einem Plateau am westlichen Ortseingang Garchicos befindet sich das Convento Santo Domingo de Gutzman, ein ehemaliges Dominikanerkloster mit reizvoll anmutenden, hölzernen Balkonen. Es wurde im späten 17. Jahrhundert baulich vollendet und grenzt an einen parkähnlichen Garten. In diesem Gebäude befindet sich heute neben einem Altersheim auch ein Museum der zeitgenössischen Kunst.
Zeitweise finden auch Konzerte in der ehemaligen Klosterkirche statt.
Zum Meer hin befindet sich die kleine Festung "Castillo de San Miguel", ein altes Gemäuer mit Schießscharten und alten Kanonen.
In der Festung findet man auch andere Ausstellungsstücke wie Versteinerungen, verschiedene Muscheln und schöne Aquarien. Von der oberen Plattform aus hat man eine wundervolle Sicht auf den Ort, den Hafen, die Berge und Garachicos frisch renoviertes Meerwasserschwimmbad. Gleich daneben, direkt am Meer, befindet sich ein kleines Freibad.
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