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Ihr Reiseführer für Teneriffa

Das Anagagebirge auf Teneriffa

 


Geologisch gesehen ist das Anagagebirge eines der ältesten Teile der Insel Teneriffa. Es ist durch vulkanische Aktivität entstanden und befindet sich im Nordosten der Insel. Es ist ein wildes, stark zerklüftetes Gebirge, das vor allem als Paradies bei Wanderern gilt.


Vom Meer aus erhebt sich das Anagagebirge recht steil und reicht bis zu einer Höhe von rund 1000 Metern. Die Vegetation ist hier sehr dicht und oft sind die Bergkämme in dichte Wolken verhüllt.

 

Es gibt einige wenige Straßen, die das Gebirge erschließen und zu den Orten im Norden des Gebirges führen. Die Berge sind Heimat für eine Vielzahl von Pflanzen und Tieren und beherbergen auch Spezies, die sonst auf den Kanarischen Inseln nicht vorkommen.

 

 

 

Das Anagagebirge ist ein bisher weitgehend unerforschtes Gebiet, das noch über viele Ecken und Winkel verfügt, in die bisher noch nie ein Mensch seinen Fuß gesetzt hat. Kleine Ortschaften sind zum Teil vollkommen von den Straßen abgeschnitten, die Leute leben hier nur von dem, was sie selbst erzeugen.


Zentral auf dem Gebirgskamm des Anagagebirges liegt eine Kreuzung, von der eine Panoramastraße immer auf dem Grat des Gebirges bis in die Städte La Laguna und Las Mercedes führt. Die Blicke können von hier aus von einer Seite der Insel bis zur anderen schweifen. Besonders lohnenswert ist ein Abstecher zum Mirador Pico del Inglès.

 

Dies ist ein etwa 960 Meter hoch gelegener Aussichtspunkt auf dem Gebirgskamm, von dem man einen phantastischen Ausblick über das Gebirge genießen kann. Tagsüber ist der Trubel hier immer recht groß, aber morgens und abends ist es ruhiger und man kann die Sonnenauf- und -untergänge genießen.


Nimmt man auf der zentralen Kreuzung auf dem Gebirgskamm die Straße in nördlicher Richtung, so führt diese durch einen kleinen Tunnel hin zu einem weiteren Aussichtspunkt. Viele Serpentinen führen von dort aus in den Gebirgsort Taganana. Dieser Ort liegt recht malerisch in der Landschaft und erstreckt sich vom Gebirge aus bis hinunter zum Atlantischen Ozean. Der Ort bietet sich für einen Rundgang an, wobei man hier wirklich zu Fuß unterwegs sein sollte, um keine Sehenswürdigkeit zu verpassen.

 

 


Einige Kilometer von Tanganana entfernt gibt es eine wunderschöne Strand- und Felsenlandschaft zu bewundern. Hier liegt auch das Bergdorf Afur, das sich bis heute seinen wildromantischen Charme behalten konnte. Der Ort ist besonders Wanderern ein Begriff, die von hier aus weitere Touren unternehmen können. Auf einem Parkplatz im Ort wartet ständig ein Bus, der die Wanderer wieder in ihre Urlaubsorte zurückbringt.


Benijo ist dann der Endpunkt, der mit dem Auto zu erreichen ist. Von hier aus geht es nur noch zu Fuß weiter. Hier befinden sich auch die herrlichen Strände Playa de San Roque und Playa de Benijo, die aber nicht zum Baden geeignet sind, denn die Strömungen können lebensgefährlich sein.


Im äußersten Nordosten des Anagagebirges befindet sich das Höhlendorf Chinamada. Es liegt kurz vor dem Berg Taborno, der höchsten Erhebung des Anagagebirges. Dieser Ort zeigt die Ursprünglichkeit, die es einst auf der Insel gab, wohl am besten. Heute leben in der Siedlung nur noch etwa fünfzehn Menschen, die tagsüber auf den Feldern arbeiten. Nur an den Wochenenden geht es hier lebhafter zu, wenn die Verwandtschaft in das beschauliche Dörfchen kommt.

 

 




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